IRONMAN: Lars Lensdorf holt sich Quali für Hawaii

Lars Lensdorf Anstieg "The Beast" in Enhkheim. Foto: privat

Lars Lensdorf hat sich seinen größten sportlichen Lebenstraum erfüllt. Mit Platz 6 in seiner Altersklasse (AK), in einer Zeit von 10:25:46 Stunden, hat sich Lensdorf bei unmenschlichen Temperaturen einen der begehrten Startplätze für die Ironman Weltmeisterschaft auf Hawaii erkämpft.

Beim Ironman Frankfurt und zeitgleich Ironman Europameisterschaft standen 3,8 km Schwimmen, 185 km Radfahren und ein Marathon auf dem Programm. Um 6:40 Uhr fiel der Startschuss für die ca. 3226 Altersklassenathleten am Langener Waldsee. Bei über 25 Grad Wassertemperatur galt Neoprenverbot. Lensdorf kam als 24er seiner Altersklasse (AK) 50-54 aus dem Wasser. Danach ging es bei morgendlichen 23 Grad auf die Radstrecke. Hier galt es sich rechtzeitig mit Kohlenhydraten und Getränken zu verpflegen und den Körper mit Wasser kühl zu halten. Schließlich waren 38 Grad in Frankfurt angekündigt worden und wurden auch im Laufe des Nachmittages auch erreicht. Lensdorfs Verpflegungs- und Kühlstrategie ging voll auf. Mit einer starken Radfahrt in 05:17 Stunden konnte er sich bis auf Position 8 vorschieben. Damit war er schon im Bereich der Hawaii Qualifikationsplätze (Slots), derer es 10 Stück in seiner Altersklasse gab. Insgesamt gab es in Frankfurt 80 Startplätze für Hawaii zu vergeben. Generell bekommt jede Alterklasse, Männer und Frauen getrennt, einen Startplatz. Die übrigen werden nach dem Anteil der Starter in einer Altersklasse verteilt. Eine Alterklasse umfasst 5 Jahre, bis auf die AK 18-24. Beim Laufen kam dann die große Hitze. Lensdorf ging durch jede Verpflegungsstelle, versorgte sich mit Bedacht, und nutze die Kühlangebote in Form von Eiswürfeln und Wasserschwämmen ausgiebig. Zwar verlor er in den Verpflegungszonen wichtige Sekunden, holte diese aber zwischen den Zonen wieder auf. Dieses Prozedere durchlief er bis zum Zieleinlauf. Mit einer Laufzeit von 03:50:40 Stunden hatte er sich bis auf Platz 6 vorgekämpft. Im Ziel war Lensdorf zum einen überglücklich, zum anderen sagte er aber auch, dass im Rennen der Gedanke kam "dass ich den Slot gar nicht haben will und das am liebsten meine letzte Langdistanz ist". Bei der Hitze und den Qualen die die Athleten erlitten haben, ist das nachvollziehbar. Nach dem Rennen kam dann aber langsam auch die Vorfreude auf seinen größten sportlichen Tag in seinem Leben, dem IRONMAN auf Hawaii am 12. Oktober 2019.

Zusatz: von den 3226 gemeldeten Athleten kamen nur 2064 ins Ziel. Wieviele schon von vornherein nicht an den Start gingen ist unbekannt. Allerdings sind hunderte Athleten beim Radfahren oder später beim Laufen ausgestiegen. Manche sind kolabiert, wie die führende Sarah True, die 900 vor dem Ziel mit fast fünf Minuten vorsprung zusammenbrach. Krankenwagen und Sanitäter waren im Dauereinsatz. Andere haben das Ziel nicht in der geforderten Zeit von 15 Stunden erreicht.

Ergebnisse unter:

http://http://eu.ironman.com/de-de/triathlon/events/emea/ironman/frankfurt/ergebnisse.aspx?rd=20190630&race=germany&y=2019#axzz5sVrwj8oR

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