Hanauer Hafen trotzt ein Stück weit der Corona-Krise

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Den positiven Trend im Schiffs- und Bahnumschlag des vergangenen Jahres hat die städtische Hanau Hafen GmbH (HHG) auch im ersten Quartal 2020 fortsetzen können.

2019 erzielte die HHG rund 3 Millionen Tonnen, nachdem es im Hitzesommer-Jahr 2018 wegen der Niedrigwasserstände des Rheins nur etwa 2,2 Millionen Tonnen gewesen waren. Bedingt durch die Einbrüche 2018 waren die ersten drei Monate 2019 ein Boom-Quartal. Und dieses Ergebnis von 748.500 Tonnen von Januar bis März hat die städtische Hafengesellschaft jetzt fast genau wieder erreichen können.

„Wir trotzen so zumindest bisher ein Stück weit der Corona-Krise, obgleich genau diese auch die Ursache für die aktuelle positive Umschlagsentwicklung ist“, erklärt Hafen-Geschäftsführer Ewald Desch. „Bei den meisten Gütern, die für den Hanauer Hafen bestimmend sind, zeigt sich, dass die Logistikkette verlässlich läuft und die Versorgungssicherheit gewährleistet wird“, sagt er weiter. 

So steigt der Umschlag bei den Treibstoffen, obwohl die Heizperiode im Grunde vorbei ist. Die Ursache liege darin begründet, dass Endverbraucher ihre Lager wegen des derzeit niedrigen Ölpreises auffüllten. Der Umschlag bei Kies und Sand nehme zu, weil Baustellen nach dem Winter wiederaufgenommen worden seien.  Beim Getreide sei der Anstieg damit zu begründen, dass mehr Mehl gekauft werde und die Mühlen Nachschub benötigten.

Rückgängig seien im März die Frachtzahlen bei Futtermitteln, Erzen und Metallabfällen, Eisen und Stahl, Steinen und Erden und vor allem beim Kali. All das sei „erkennbar der Corona-bedingten Wirtschaftskrise geschuldet“. Denn in den Monaten Januar und Februar 2020 habe sich diese Tendenz „beileibe noch nicht abgezeichnet“.

Desch hofft auf „wirtschaftliche Stabilisierung der Umschlagszahlen im Hanauer Hafen“, wenn alle Kontaktverbote wieder aufgehoben würden und sich das tägliche Wirtschaftsleben normalisiere.

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