Joachim Rechholz legt sein BBB-Mandat nieder

Legt sein Stadtverordnetenmandat nieder: Joachim Rechholz.

Paukenschlag beim „Bruchköbeler Bürgerbund“: Der Mitgründer und langjährige BBB-Vorstands- und Fraktionsmann Joachim Rechholz legt zum Ende April sein Mandat in der Stadtverordnetenversammlung nieder.

In einer Pressemeldung teilte Rechholz jetzt auch überraschend mit, dass er schon vor zwei Jahren aus dem BBB ausgetreten sei – lüftet insofern ein Geheimnis, das schon länger bestehende Zerwürfnisse innerhalb der Gruppierung erahnen lässt.

Bereits nach der für den BBB erfolgreichen Kommunalwahl 2016 hatte Rechholz auf den BBB-Vorsitz verzichtet. Er engagierte sich seitdem verstärkt und öffentlich wahrnehmbar im Vorstand der Bürgerhilfe Bruchköbel und im kirchlichen Bereich, wie er in einer schriftlichen Stellungnahme betont. Seinen bereits vor zwei Jahren begangenen Austritt aus dem BBB begründet er so: „Der BBB verstand und versteht sich immer mehr als Organisation innerhalb der FW („Freie Wähler“, d. Red.)-Landes- und Bundesvereinigung. Somit entwickeln sich die Freien Wähler zu einer Partei. Diese Entwicklung wird vom BBB massiv unterstützt, recht einmalig im Main-Kinzig-Kreis“. Entscheidungen auf kommunaler Ebene seien daher oftmals nur vor diesem Hintergrund verständlich, meint Rechholz. Dennoch habe er sich in der BBB-Fraktion bis jetzt stets eingebracht. Hierzu zähle die gemeinsame und erfolgreiche Arbeit im „Akteneinsichtsausschuss ÖPNV“, aber z.B. auch der Antrag „Fairtrade-Town Bruchköbel“. Seinen Rückzug aus der Fraktion vollziehe er rechtzeitig ein Jahr vor der Kommunalwahl 2021.

Rechholz richtet noch einmal den Blick zurück: „Ich bin nun in Bruchköbel über 20 Jahre politisch engagiert, davon 10 Jahre in der CDU und 10 Jahre im BBB. Insbesondere die ersten 6 Jahre in der CDU waren für mich persönlich und auch für die CDU erfolgreiche Jahre. Der Aufbau des Evangelischen Arbeitskreises und die jährlichen Veranstaltungen mit vollen Bürgerhäusern und prominenten Rednern zeugen davon. Dann folgten mehrere Krisenjahre in der CDU, die auch zur Gründung des BBB führten. 8 Jahre war ich BBB-Vorsitzender und auch hier waren die ersten 6-8 Jahre sehr erfolgreich. 15% und 20% - und zweitstärkste Fraktion -  bei den beiden Kommunalwahlen bezeugen dies. Es war aber auch eine anstrengende, eine zeitintensive und zum Teil eine sehr emotionale Zeit, die auch von starken Auseinandersetzungen mit den politischen Konkurrenten geprägt war. Eine Stärke war und ist die freundschaftliche Verbundenheit innerhalb des BBB“, so Rechholz. Ein weiteres politisches Engagement stehe für ihn aktuell in den Sternen, schließe er allerdings nicht aus. Nach 12 Jahren gehe im Stadtparlament eine Ära zu Ende und der Hauptgrund des Zerwürfnisses mit der CDU  -gemeint ist der scheidende Bürgermeister Günter Maibach-  verlasse die politische Bühne. Somit sei „ein guter Zeitpunkt um Gräben zuzuschütten“ gekommen, so Rechholz versöhnlich.

 

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