Große Solidarität mit den Menschen in Uganda

Foto: PM (Wasser hat den Ggaba-Markt in Kampala überflutet)

Der Spendenaufruf war ein großer Erfolg

Seit mehr als 20 Jahren besteht eine Partnerschaft der KAB Bruchköbel mit einer KAB-Gruppe in der Diözese Masaka/Uganda.In dieser Gemeinde wurde durch die Unterstützung der KAB Bruchköbel und der Bruchköbler Pfarrgemeinden viel Hilfe zur Selbsthilfe geleistet. Durch zahlreiche Projekte haben viele Familien ein kleines Einkommen und können z.B. für ihre Kinder das notwendige Schulgeld zahlen. Es wurden mehrere Schulen saniert und erweitert, sowie Dachrinnen angebracht, die in der Regenzeit die erbauten Wassertanks füllen. Sowohl die Schulbildung der Kinder als auch die Ausbildung Jugendlicher in meist handwerklichen Berufen wird von der KAB inzwischen vorrangig unterstützt. In der Bildung der jungen Menschen sehen die Verantwortlichen eine große Chance die Zukunft des Landes zu verbessern und die Lebensqualität zu erhöhen.

Die Finanzierung der zahlreichen Projekte wird in der Hauptsache durch Feste und Veranstaltungen möglich, wobei sich durch die erfolgreiche Arbeit und die fortlaufenden Informationen über die Verwendung der Gelder und die Erfolge, immer mehr private Spender und Förderer finden.

Auch bei der KAB in Bruchköbel mussten wegen Covid 19 mehrere Veranstaltungen abgesagt und eben auch die Feste, deren Erlös in die oben beschriebenen Projekte fließen sollte.

Jetzt erreichte die KAB Bruchköbel einen Hilferuf aus Uganda von der dortigen KAB. In ganz Uganda hat sich die Lage nicht nur durch Covid 19, sondern auch durch starke Regenfälle und Überschwemmungen dramatisch zugespitzt. Der Viktoria-See und alle Flüsse sind über die Ufer getreten und haben ganze Regionen unter Wasser gesetzt. Viele Menschen mussten fliehen, und ein großer Teil der Ernte ist verloren. Die Märkte sind coronabedingt geschlossen, sodass weder der Verkauf von Lebensmitteln noch Einkäufe für die Bevölkerung möglich sind. Aus den Städten flüchten die Einwohner aufs Land, in der Hoffnung Nahrung und Aufnahme zu finden. Die Menschen in Uganda haben keine Rücklagen und durch die Vernichtung ihres Anbaus auch nichts mehr zu Essen. Die Versorgung mit Trinkwasser wird immer problematischer und der Weg für tägliches Wasserholen ist gefährlich und nahezu unmöglich.  Es trifft -wie immer bei solchen Katastrophen- besonders die Familien, die sowieso schon an Krankheiten wie Malaria und Aids leiden, also die Ärmsten der Armen.

Die Regierung hat begonnen Lebensmittel wie Bohnen und Maismehl an die Bevölkerung zu verteilen. Die Verteilung gestaltet sich schwierig, da viele Straßen nicht mehr befahrbar und zu wenig Lebensmittel vorhanden sind.

Die KAB Gruppen in Uganda helfen, soweit ihnen das möglich ist, bei der Versorgung mit und kümmern sich auch um Alte und kranke Menschen.

Die KAB Bruchköbel hat auf diesen Hilferuf sofort reagiert und zunächst vom Vereinskonto 2.000,-€ Soforthilfe überwiesen. Gleichzeitig wurden die Mitglieder um Spenden für die Partner in Not gebeten. So sind innerhalb kurzer Zeit auf dem Spendenkonto 5.950,-€ eingegangen, sodass ein Betrag von insgesamt 7.950,- € zusammengekommen ist. Diese Großherzigkeit der Mitglieder und Freunde der KAB zeigt, dass sie sich mit der Partnergemeinde und den Menschen in Uganda tief verbunden fühlen. Die Verantwortlichen fühlen sich in ihrer Arbeit bestätigt und sind mehr als dankbar über so viel gezeigte Solidarität. In diesem Zusammenhang weisen sie nochmals darauf hin, dass die Spenden einen wichtigen Beitrag leisten, um Fluchtursachen zu bekämpfen. Durch die vielfältigen Selbsthilfeprojekte erhalten die Menschen eine Lebensperspektive in Uganda, die ihnen ermöglicht, sich dort eine gesicherte Existenz aufzubauen.

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