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Närrisches Niederissigheim

(Niederissigheim/jgd) – Wenigstens bei der Zugaufstellung touchierte der diesjährige Niederissigheimer Lindwurm dann doch noch die Grenze zur Kernstadt Bruchköbel. Aber natürlich ist der Fastnachtszug des NCC längst zum Original des Stadtteils Niederissigheim geworden. Diesmal ging es von der Einfahrt in den Wilhelm-Busch Ring her hinein in die Niederissgheimer Straßen, und je weiter der Zug vorankam, desto dichter wurde das Gedränge entlang dieses inzwischen beliebtesten Fastnachtszugs im Altkreis Hanau. Garden und Schauwagen aus benachbarten Karnevalsvereinen marschieren hier seit Jahren schon mit.

Seit längerer Zeit schon schießen dabei die lokalen Show- und Motivwagen der „Issgemer Jungs“, der „Issgemer Bube“ und neuerdings auch der „Issgemer Zwerge“ den Vogel ab. Angeführt wurde der Zug natürlich vom Prinzenpaar Daniel & Angelina – beide steil nach oben geliftet durch einen extra starken Trecker, von wo es natürlich jede Menge Süßigkeiten regnete. Die „Issgemer Jungs“ kamen zünftig mit einem zum rollenden „Häusi“ umgebauten landwirtschaftlichen Gefährt daher, von wo man Freibier herausgab. Die „Bube“ wiederum brachten einen roten Drachen auf die Straße, der ein bisschen an die „Frau Mahlzahn“ aus der Augsburger Puppenkiste erinnerte, nur sehr viel größer, und daher sehr zum besonderen Eindruck der zahlreichen Kinder, die mit ihren Eltern den Weg säumten.

Auch die Konkurrenz aus Oberissigheim ließ sich nicht lumpen: die dortige Eintrachtjugend hatte diesmal eine Art Multifunktions-Partywaggon aufgeboten, der die Umgebung ziemlich gut zu beschallen vermochte. Viele weitere Attraktionen, rund 40 Zugnummern insgesamt, ließen keine Langeweile aufkommen. Und immer wieder prasselten Bonbons, Chipstüten und Naschereien verschiedenster Art auf das Volk am Straßenrand nieder. Auch die Magistrate  mit dem Bürgermeister warfen übrigens kräftig mit. Wegen der kommenden Kosten für die „Neue Mitte“ natürlich von einem etwas bescheidener ausstaffierten Motivwagen herunter: Diesmal mussten alle Magistrate den ganzen Zug über auf ihrem Wagen stehen, weil man die Magistratsstühle und den Bürgermeistersessel eingespart hatte.